Bestattungsinstitut
Bestatterin sein ist für mich mehr, als in einem Bestattungsinstitut zu arbeiten. Für mich ist es Berufung. Tag und Nacht abrufbereit zu sein, sich Offenheit für die Menschen zu bewahren, aktiv zuzuhören, zu ermutigen, nach individuellen Wegen des Abschieds zu suchen, das ist eine anstrengende, aber auch zutiefst erfüllende Aufgabe. Dort, wo Angehörige sich mit ihren Bedürfnissen aktiv einbringen, kann neue Trauerkultur wachsen und alte Tradition neu belebt werden.
„Dem Umgang mit dem Tod mehr Natürlichkeit, lebendige Farben, einen herzlichen Sprachgebrauch zu geben, Phantasie und Eigeninitiative einzubringen, das ist mir ein Anliegen.“
Wir haben uns bewusst für diesen Beruf entschieden und wir lieben was wir tun. In einem kleinen Team arbeiten wir täglich mit Menschen und deren unterschiedlichsten Lebensgeschichten zusammen. Angehörigen diesen letzten Weg zu ebnen und sie dabei zu unterstützen, diese schwere Zeit zu überstehen, ist nicht nur unsere Aufgabe, sondern auch unser Bedürfnis.
Um unserer Arbeit gewachsen zu sein, brauchen wir in unserem kleinen Team ein harmonisches Miteinander. Wir danken unseren Familien und Freunden für Ihre Toleranz und Unterstützung.
Ihre Claudia Bergmann-Staercke
Mit Ausbildungen zum Trauerbegleiter, als Hospizhelfer, als Seelsorger und mit einer theologischen Grundausbildung versuche ich neben der Fachkompetenz als Bestatterin auch den psychologischen Ansprüchen an eine gute Trauerbegleitung gerecht zu werden. Die Arbeit als Dozentin in Hospizdiensten und der Palliativakademie ist dabei für mich eine wertvolle Bereicherung. Dort lerne ich von den Erfahrungen der Mitarbeiter in den pflegenden Bereichen. Trotzdem erleben wir manchmal, dass unsere Worte und unsere Arbeit nicht trösten kann, nur den Schmerz lindern, auf einem kleinen Stück des langen Trauerweges. Dann ist es mein Glaube, der trägt. Die Grundwerte der Bibel sind mir Kraftquelle und Richtschnur, um zwischen Vorschriften und Gewohnheiten Wege zu gehen, die dem Bedürfnis Trauernder entsprechen! Dankbar für die vielen wertvollen Begegnungen mit den Menschen, die zu uns kommen, empfinde ich die Tatsache, so erfüllt arbeiten zu dürfen, persönlich als ein Geschenk.
Warum Bestattung? – Gute Frage. Ich studierte mit Freude Gesundheits- und Sozialmanagement und anschließend Gesundheitswissenschaften. Nach einem Auslandsaufenthalt fragte ich mich, wohin mit all dem theoretischen Wissen. Ich fand meinen Platz da, wo Gesundheit und Pflege nicht mehr helfen können und theoretisches Wissen die Praxis begleitet. Nun arbeite ich mit Herz und Verstand in der Bestattung. Die Arbeit konnte ich zuvor schon in Erfurt kennen lernen, bevor es mich zurück in meine Heimat nach Dresden zog. Es ist die Vielfalt, die ich mag – ruhige Momente bei Verstorbenen, das Vertrauen, welches uns die Angehörigen entgegenbringen, Zuhören, Agieren, Planen, Büroorganisation, Unterwegs sein in Krankenhäusern, Haushalten, auf Friedhöfen. Aber das Zentrum unserer Arbeit ist immer die Gestaltung eines Abschiedes, der dem Bedürfnis der Angehörigen entspricht. Dafür suchen wir immer wieder nach neuen Wegen. Es ist eine Arbeit, für die wir so viel ehrliches Echo erhalten und die für mich sinnstiftend ist.
Nach meinen Möglichkeiten unterstütze ich meine Frau und das Team dort, wo gerade Hilfe nötig ist. Die vielen Ämterwege, Begleitungen von Trauerfeiern und Bürobesetzung gehören, wenn nötig, mit dazu. Und all die kleinen 1000 Dinge, die keiner sieht und die doch notwendig sind, übernehme ich gern, um den Trauerbegleitern den Rücken frei zu halten für den intensiven Kontakt mit den Angehörigen. Immer wieder staune ich über die nicht enden wollende Vielfalt der Bedürfnisse von Angehörigen, die mit dem Verlust eines lieben Menschen umgehen müssen.
Von Anfang an gehöre ich zum Team.
Zu jeder Zeit, in jeder Situation und an jedem Ort suche ich nach einer rücksichtsvollen Form, Verstorbene von Ihrem Sterbeort zu überführen. Gern kleiden wir die Menschen dort an, wo sie auch gelebt haben und legen ihnen ein Kuscheltier oder andere persönliche Dinge mit in den Sarg. Manchmal braucht es Geduld, wenn Mitarbeiter noch im Gespräch mit Angehörigen vertieft sind.
Die Begleitung von Erdbestattungen, die Koordination sowie viele Bereitschaftseinsätze und die Fahrzeugpflege gehören mit zu meinen Aufgaben.
Veränderungen sind Teil des Lebens. Und so hat mich 2021 mein beruflicher Weg mehr oder weniger zufällig zu Frau Bergmann-Staercke geführt.
Arbeite ich im Hintergrund des Unternehmens, wird eine große Bandbreite meiner Fähigkeiten angesprochen. Die Gestaltung von Trauerkarten und Anzeigen oder die Ausrichtung und Begleitung von Trauerfeiern erlaubt es mir, die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Angehörigen zu erspüren und auf sie einzugehen, um den Abschied von einem geliebten Menschen so persönlich und angemessen wie möglich zu unterstützen, da dies einen wichtigen Abschnitt auf dem Weg der Trauerbewältigung darstellt.
Meine Arbeit – abwechslungsreich, erfüllend, bewegende Erfahrungen schaffend.